Bauherrenhaftpflicht

Stolperkanten, ein offener Kanalschacht, herabfallende Dachziegel – auf einer Baustelle lauern viele Gefahren. Kommt es zu einem Schaden, wird der Bauherr in Anspruch genommen.

Dieser Verpflichtung kann sich dieser auch nicht entziehen, da das Gesetz § 823 Absatz 1 BGB die Verschuldenshaftung ganz klar regelt. Kindern, die sich beim Spielen auf dem Grundstück verletzen, ist er ebenso schadenersatzpflichtig wie dem Nachbarn, dessen Auto bei Dacharbeiten von herunterfallenden Rohstoffen beschädigt wurde.

Für die Sicherheit und Vorsichtsmaßnahmen ist allein der Häuslebauer zuständig, auch wenn er andere Firmen und einen Architekten mit den Arbeiten betraut hat. Sollte etwas passieren, wird nur der zukünftige Hausbesitzer in Regress genommen. Im Schadensfall haftet der Bauherr in unbegrenzter Höhe.

Ohne Bauherren-Haftpflichtversicherung könnte ein Schadenersatzanspruch somit existenzbedrohend sein, da der Bauherr mit seinem gesamten – auch zukünftigen – Vermögen haftet. Sie ist deshalb ein Muss für jeden Häuslebauer.