Wie überleben wir den Klimawandel? Wie wir die Sonne verdunkeln können?

Was brauchen wir? Eine Flotte von Flugzeugen die Aerosole, Diamantstaub oder Meersalz in die Stratosphäre sprühen. Der Klimawandel ist angekommen und wir stecken mittendrin, ob Sie daran glauben oder nicht. Mittlerweile ist der Kampf gegen den Klimawandel politisch.

Das zwischenstaatliche Gremium der USA zum Klimawandel (IPCC) hat vorgeschlagen, auf unbebautem Land Kohlenstoff anzubauen oder Kompost zu verlegen um Kohlendioxid zu absorbieren. Aber was wäre, wenn wir Partikel in die Stratosphäre injizieren könnten? Das Management der Sonnenstrahlung oder SRM ist eine ernstzunehmende Option. Das funktioniert so: Eine Flotte von Flugzeugen, die die Stratosphäre erreichen kann, sprüht in regelmäßigen Abständen (bisher nicht definiert) Partikel in die Stratosphäre. Somit kann die Menge des Sonnenlichts verringert werden. Diese Partikel können aus Sulfat-Aerosolen bestehen, die derzeit zu den beliebtesten Aerosolen zählen, da sie das Sonnenlicht nach einem Vulkanausbruch abschwächen. Ein großes Problem für diese Methoden sind die Unkosten.

Um SRM erfolgreich einzuführen, müsste ein mächtiges und reiches Land mit großer Reichweite wie die Vereinigten Staaten oder eine Gruppe von Ländern für die Verwaltung dieser Bemühungen und Vorhaben verantwortlich sein. Trotz des Kostenfaktors kommt SRM zu einem entscheidenden Punkt. Nach Angaben der Vereinigten Staaten werden die globalen Temperaturen um 3 Grad Celsius über das vorindustrielle Niveau steigen. Allein diese drückende Hitze würde Millionen töten. Ein Anstieg um 3 Grad Celsius hätte katastrophale Auswirkungen für die ganze Welt. Die Politik hat verschiedene Ideen und vorgeschlagen, die Emissionen zu senken. Auch die Wissenschaftler warten nicht ab, sondern überlegen, wie sie die Atmosphäre zur Bekämpfung des Klimawandels geotechnisch gestalten können. Neben SRM hat auch die Kohlendioxidentfernung (CDR) - oder das buchstäbliche Absaugen von CO2 aus der Luft an Bedeutung gewonnen. Auf den ersten Blick scheint SRM ein Rezept für eine gute Zukunft zu sein. Erste Untersuchungen haben jedoch ergeben, dass die Technik relativ sicher ist. Eine neue Studie ergab, dass SRM an einigen Stellen die Niederschläge reduzieren kann. Die Verwendung von SRM, um die durch den Klimawandel bedingte Erwärmung um nur die Hälfte zu reduzieren, würde nicht dazu führen, dass der Niederschlag auf ein relevantes Maß abfällt.

Laut Russell besteht eines der Hauptrisiken von SRM darin, dass die Atmosphäre auf diese Partikel negativ reagiert, dieses kann jedoch nicht vorhergesagt werden. Wie die Atmosphäre auf SRM reagieren könnte, gibt es jedoch Bedenken hinsichtlich der öffentlichen Gesundheit. Die Wissenschaftler glauben, dass Sulfat-Aerosol nicht nur die Ozonschicht schädigt, sondern auch sauren Regen und weitere Ozeanversauerung verursachen kann. Außerdem sei unklar wie sich das Verdunkeln der Sonne generell auf die menschliche Gesundheit auswirken könnte, berichtet J. Pasztor, Geschäftsführer der Carnegie Climate Geoengineering Governance Initiative.