USA erhöhen den Druck auf den Iran Keine Ausnahmen mehr für Italien, China und die Türkei

Zugriffe: 1709

Die USA schalten einen Gang höher in der Auseinandersetzung mit dem Iran. Ab Anfang Mai gelten die Ölsanktionen aus Washington gegen den Iran ohne jede weitere Ausnahmeregelung für bestimmte Staaten. Das kündigte das Weiße Haus am Montag an. Die USA hatten im November ihre bislang härtesten Wirtschaftssanktionen gegen den Iran in Kraft gesetzt. Diese zielen in erster Linie auf die iranische Ölindustrie ab, die größte Einnahmequelle des Landes.

Bislang hatte es die US-Regierung aber acht Ländern erlaubt, zunächst für sechs Monate ungestraft weiter iranisches Öl importieren zu können. Darunter sind auch zwei EU-Länder. Anfang Mai ist Schluss Diese Ausnahmegenehmigungen gelten noch bis Anfang Mai und laufen dann also aus. Ziel sei es, Irans Ölexporte auf Null zu reduzieren, hieß es aus dem Weißen Haus. Importe iranischen Öls durch Italien, Griechenland, die Türkei, China, Indien, Japan, Südkorea und Taiwan wurden bisher nicht bestraft.

Die acht Staaten gehören zu den wichtigsten Importeuren iranischen Rohöls. Die US-Regierung hatte im November erklärt, die Ausnahmegenehmigungen für diese Staaten seien den „besonderen Umständen“ dieser Länder und dem Ölmarkt geschuldet.

Quelle: onvista/dap-AFX