Netflix-Aktie: Beruhigen die Zahlen morgen oder wird die Angst vor Walt Disney noch größer?

Zugriffe: 1681

Nachdem die US-Banken überwiegend mit ihren Zahlen geglänzt haben, stehen morgen die nächsten stark beachteten Zahlen auf dem Programm der amerikanischen Berichtssaison. Netflix wird Dienstag nach Börsenschluss berichten wie der Streamingdienst ins neue Jahr gestartet ist. Die Anleger werden genau hinschauen, denn bereits Freitag wurden sie von Walt Disneyaufgeschreckt. Der Angriff auf den Streaming-Markt hat einige Investoren zum Ausstieg gebracht. Sollten die Zahlen nicht passen, dann könnten weitere Anleger ebenfalls verkaufen.

Das erwarten die Experten

Die Zahlen für das 4.Quartal hatten einigen Anlegern überhaupt nicht geschmeckt. Die Aktie sackte nach der Veröffentlichung etwas stärker ab, fing sich dann aber wieder ein Stück. Trotzdem darf Netflix sich morgen keinen großen Ausrutscher erlauben. Die Analysten sagen für das erste Quartal einen Umsatzanstieg von mehr als 20 Prozent auf etwa 4,5 Mrd. Dollar vorher. Damit hätte sich das Wachstum allerdings weiter abgeschwächt – gegenüber 27,4 Prozent für das vierte Quartal. Der Gewinn je Aktie wird in der Höhe von 0,57 Dollar erwartet. Der Flurfunk geht von 0,60 Dollar je Aktie aus. Dieses Niveau muss Netflixmindestens erreichen, damit die Aktionäre bei Laune gehalten werden.

Zahlen nur Randnotiz - Abonnentenentwicklung wesentlich wichtiger Die Gewinnentwicklung dürfte für viele Anleger keine große Rolle spielen, die zahlenden Neukunden dürften wesentlich interessanter sein, um die Angst vor Walt Disneys Einstieg in den Streaming Markt zu mildern. Der Konzern hat für das erste Quartal 8,9 Millionen vorhergesagt, das wäre ein deutlicher Anstieg gegenüber dem Vorjahreswert von 8,26 Millionen zahlenden Abonnenten.

Ausblick ebenfalls wichtig

Ebenfalls große Beachtung dürfte der Ausblick auf das laufende Quartal finden. Beim Umsatz prognostizieren die Analysten ein Erlösplus von 27 Prozent auf 4,95 Milliarden Dollar. Auch hier sollte Netflix auf jeden Fall den Rahmen treffen. Sonst könnte die Angst vor dem neuen großen Rivalen Walt Disney immer weiter und weiter steigen.

Quelle: onvista